Herbe Verluste bei Europa- und Kommunalwahl 2014

Liebe Mitglieder und Freunde der FDP Minden,

 

Europa- und Kommunalwahl am 25. Mai 2014 endeten als herbe Enttäuschung. Ganze 3,1%, oder 2 Ratsmandate – und damit der Verlust von 2 Sitzen im Rat, nachdem wir bei der Kommunalwahl 2009 noch 7,08% erreichten. Das ist bitter und führt zu der Frage nach den Ursachen.

Mit einem klar strukturierten Wahlprogramm sind wir in den Wahlkampf gegangen. Dieser wurde unterstützt durch eine ansprechende und intensive Plakatierung in bisher nicht gekanntem Umfang. Dazu eine durchgängige Linie bei Wahlflyer, Anzeigen und Plakaten.

Gespräche auf unseren Informationsständen ließen viel Sympathie für unsere Wahlaussagen erkennen. Die Richtung stimmt also und dennoch dieser Einbruch. Woran liegt es also?


Wenn wir in einst starken Gebieten teilweise dramatisch verloren haben, dann reicht es nicht aus, die Ursachen nur in einer AfD zu sehen. Wir haben viele Stimmen verloren an die beiden großen Parteien – und offensichtlich an die große Zahl der Nichtwähler. Obwohl wir im Gegensatz zu unseren Mitbewerbern mit klaren Themen und Aussagen antraten, wurden wir massiv abgestraft. Offensichtlich haben wir uns in den letzten Jahren zu weit vom Wähler entfernt. Hinzu kommt ein negativer Trend, entstanden in Berlin, der nicht ohne Auswirkung auf die Wahrnehmung vor Ort bleibt.


Kommentatoren der maßgeblichen überregionalen Presse sprechen anhaltend von einem deutlichen Potential für die FDP und davon, dass diese bereits jetzt in Berlin vermisst wird; so zuletzt der SPIEGEL. Dieses Potential gilt es, neu zu erobern. Dazu müssen wir uns neu aufstellen und konsequent ausrichten. Das stellt uns vor erhebliche Herausforderungen. Mit der Neuwahl des Vorstands im Januar wurde ein erster wichtiger Schritt unternommen. Diesem müssen jetzt weitere folgen, damit es auch im Rat wieder vorangeht. Ein einfaches “Weiter so” reicht dazu nicht aus.

 

Mit besten Grüßen

Ihr Hartmut Freise

Stadtverbandsvorsitzender

 

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