Stadtparteitag der FDP Minden am 12.03.2016

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Den neuen Mindener FDP-Vorstand bilden: (von links) Lars Pape, Jörg Kotter, Hartmut Freise, Alexander Heidenreich, Nikolaus Reincke, Kuno Diekmeier, Dirk Welschar und Matthias König. (Foto: Hartmut Nolte, MT.de vom 13.03.2016)

 

Der Vorstand des Stadtverbandes der FDP Minden wurde auf dem Stadtparteitag am 12.03.2016 für 2 Jahre neu gewählt.

 

Minden. Mit „sozialistisch anmutenden Wahlergebnissen“ (Originalton FDP-Kreisvorsitzender Kai Abruszat) bestimmte die FDP Minden im Hotel Exquisit ihren neuen Ortsvorstand. Neu im Vorstand sind der zweite Vorsitzende Alexander Heidenreich sowie die Beisitzer Matthias König und Dirk Welschar.

 

Angesichts der Einigkeit der 21 erschienenen von 97 Mitgliedern des Ortsverbandes der Liberalen war die Dauer der Versammlung mit 75 Minuten äußerst zügig. Zeitlich längster Tagesordnungspunkt war der Bericht des Vorsitzenden Hartmut Freise. Nach „unerquicklichen Jahren“ arbeite der Trend nun wieder für die FDP, sagte er auf den Bund bezogen. „Die Bürger fühlen sich abgehängt und abgemeldet“, konstatierte er am Beispiel des Flüchtlingsproblems und seiner politischen Verarbeitung sowohl auf Bundesebene wie auch in der Stadt Minden.

 

Dabei kritisierte Freise mehrfach scharf die Haltung der Verwaltung, Stadträten und Presse den freien Zugang zur Notunterkunft zu versagen, den Letelnern eine Informationsversammlung vorzuenthalten und die Presse vom runden Tisch wieder auszuladen. „Hier setzt der neue Bürgermeister die falsche Politik seines Vorgängers fort“, ärgerte sich Freise.

 

Die FDP, die bei der letzten Kommunalwahl den Verlust von zwei ihrer vier Ratsmandate beklagen musste, habe ihre Wahlversprechen gehalten. Sie habe sich standhaft gegen eine Erhöhung der Grundsteuer B gewandt. Sie setze sich für mehr Geld für den Erhalt der Infrastruktur und für die Wirtschaftsförderung ein.

 

Jörgen Happel als Fraktionsvorsitzender nannte die Zusammenarbeit in der DLF-Fraktion aus Bürgerbündnis Minden, Piraten und Liberalen „zwar nicht einfach“. Aber die großen Parteien hätten einsehen müssen, „dass wir kein Stimmvieh sind“. Gemeinsam sei es gelungen, Mehrheiten für liberale Politik zu finden.

 

Seine FDP rief Freise auf, die Präsenz deutlich zu stärken und ihre Strukturen zu verbessern. Wie Schatzmeister Kuno Diekmeier berichtete, hat sich im vergangenen Jahr der Mitgliederstand des Ortsverbands um sechs auf 97 verringert. Freise sah bei den 30- bis 50-Jährigen noch Potenzial für die FDP. Es sei außerdem „unbedingt eine Attraktivitätssteigerung für junge Frauen erforderlich“, sagte der alte und neue Vorsitzende.

 

Doch die in fast allen Wahlen einmütig vorgenommene Zusammensetzung steht dazu im krassen Gegensatz: Es bleibt weiter ein rein männlicher Vorstand. Lediglich Inge Vieth-Rogalla wurde als eine von drei Delegierten gewählt. Allerdings auch nur auf der Ersatzposition.

 

Der Mindener FDP-Vorstand setzt sich nun aus Hartmut Freise als Vorsitzendem, den Stellvertretern Nikolaus Reincke und Alexander Heidenreich (er löste den nicht mehr kandidierenden Jörgen Happel ab), Kassierer Kuno Diekmeier, Schriftführer Jörg Kotter (mit Vertreter Lars Pape) sowie den neuen Beisitzern Prof. Matthias König und Dirk Welschar zusammen.

(Quelle: Beitrag von MT.de vom 13. März 2016)

 

 

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