Infoveranstaltung "Stadtentwicklung Minden" am 8.3.2018

Foto von links: Lars Bursian, Hartmut Freise, Detlef Sönnichsen. (c) Copyright 2018, FDP Minden

 

Minden, 8.3.2018. Informationsveranstaltung "Stadtentwicklung Minden".

Der FDP Stadtverband Minden hatte an diesem Abend zu einer Informationsveranstaltung mit dem Thema "Stadtentwicklung Minden" ins Lindgart Hotel in der Lindenstraße geladen. Aufgrund des grossen Interesses war der Veranstaltungssaal komplett ausgebucht. Denn als Referenten konnten Lars Bursian (Erster Beigeordneter der Stadt Minden und zuständig für Städtebau und Feuerschutz) und Dipl. Ing. Detlef Sönnichsen (Weserfreunde e.V.) gewonnen werden. 

 

Zunächst erläuterte Lars Bursian die Pläne der Stadt zur Entwicklung Mindens. Er hob die positive wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre der inzwischen fast 84.000 Einwohner zählenden Stadt Minden hervor. Auch die Entwicklung der Studentenzahlen in Minden ist beachtlich, das Johannes-Wesling-Klinikum ist inzwischen Universitätsklinik, was von vielen noch garnicht richtig beachtet worden ist. Bursian stellte die städteplanerischen Entscheidungen der Stadt für Innenstadt und obere Altstadt vor und erläuterte die Vorhaben "Familienhaus am Deichhof", neues Geschäftshaus am Scharn, Umbau des ehemaligen Wehmeier-Kaufhauses an der Martinitreppe und Fertigstellung der Fußgängerzone am Wesertor. Auch sprach er über Möglichkeiten der Aufwertung der Parkanlage Glacis, die seit Februar 2017 als  Flächendenkmal eingetragen ist.

 

Herr Sönnichsen vertritt den Verein Weserfreunde e.V. und berichtete über das "Stadtjuwel" die Weser und damit verbundene Entwicklungsmöglichkeiten, insbesondere auf dem "rechten Weserufer". Er stellte die Projekte der Weserfreunde vor: Promenade, Weserinsel, Weserstrand, Stadtpegel und Weserauenpark. Der Weserstrand, sicherlich das bekannteste der fünf Projekte der Weserfreunde, gehört seit 10 Jahren zum Stadt- und Landschaftsbild dazu und ist kaum mehr wegzudenken. Selbstverständlich ist dieses Projekt allerdings nicht und erfordert jedes Jahr einigen Pflege- und Erhaltungsaufwand. 

 

Der Weserauenpark ist sicherlich das ambitionierteste Projekt der Weserfreunde, zu dem auch das Projekt "Stadtblänke" zu zählen ist. Hier ist von den Weserfreunden ein komplettes Konzept einschließlich Förderzusagen ausgearbeitet worden. Das Konzept wurde dem Bauausschuss des Rates der Stadt Minden vorgestellt. Ob die Blänke kommt, ist noch nicht entschieden. Eine Blänke ist ein flacher Tümpel oder Weiher mit veränderlichem Wasserstand. Ein solcher könnte vor der ehemaligen Löffler-Fabrik künstlich angelegt werden und so ein Ort zum Entspannen sein, aber auch als Rückzugsraum oder Laichplatz für verschiedene Tierarten wie Hechte dienen. Förderfähig ist das Ganze, weil es dem Hochwasserschutz dient.

 

Insgesamt hat der Hochwasserschutz eine herausragende Bedeutung für die Weserfreunde. Sollte sich ein Hochwasser wie das Jahrhunderthochwasser 1946 wiederholen, würde dies die Stadt empfindlich treffen. Die preiswerteste Variante ist immer der vorbeugende Hochwasserschutz, so Sönnichsen. Denn ist die Katastrophe erst einmal passiert, verdoppeln sich die Kosten: Beseitigung der Hochwasserschäden und die Errichtung der Hochwasserschutzmassnahmen.

 

In einem dritten Teil erläuterte anschliessend Lars Bursian die Pläne der Stadt für das rechte Weserufer und sprach dabei die Themen Multifunktionshalle und Beseitigung der Altlasten auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofes an. Der wirtschaftliche Betrieb einer solchen Multifunktionshalle wird immer "defizitär" sein, da dürfe man sich nichts vormachen, so Bursian. Die Stadt hat ein Gutachten zur wirtschaftlichen Situation der Multifunktionshalle in Auftrag gegebenen. Das läge jetzt vor, müsse aber zunächst von der Stadt geprüft und hinterfragt werden, bevor es der Öffentlichkeit vorgestellt werden kann. Mit Ergebnissen ist nicht vor dem Sommer 2018 zu rechnen.

 

Im Anschluß an jeden Vortragsteil konnten Fragen an die Referenten gestellt werden, wovon reichlich Gebrauch gemacht wurde. Durch die zweieinhalbstündige Veranstaltung führte souverän Hartmut Freise, der Vorsitzende des FDP Stadtverbandes Minden.

 

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