Statt Multifunktionsarena - FDP fordert konkreten Plan B

Foto: Machbarkeitsstudie für Multifunktionshalle Minden. Die Bilder sind eventuell urheberrechtlich geschützt.

 

Statt Multifunktionsarena  - FDP fordert konkreten Plan B

  

Die mit der Pressemitteilung der FDP Minden vom 26.03.2018 geäußerten Bedenken zu diesem Projekt werden durch die nun auch öffentlich vorliegende Machbarkeitsstudie bestätigt.

 

Zwar weist die Studie einerseits auf eine Angebotsschwäche für Arenen mit einer Kapazität von 5.-6.000 Personen (Bestuhlung) im Umkreis von ca. 60 km hin, andererseits jedoch auch auf entsprechende Standortschwächen und Wettbewerbsnachteile; z.B. durch die Nähe zu Bielefeld und Hannover mit ihren diversen Locations. Vermutlich müsste eine Mindener Arena letztlich eher deutlich größer, als kleiner ausfallen, um im Wettbewerb bestehen und entsprechende Veranstaltungen, nicht nur der B- und C-Kategorie gewinnen zu können; allerdings wohl auch das nur über den Preis. 

 

Für eine evtl. Realisierung wird, wie von uns bereits angesprochen, ein PPP- (Private-Public-Partnership) Modell empfohlen, andererseits jedoch die Gewinnung eines privaten Investors für die Errichtung der Arena für eher unwahrscheinlich gehalten. An anderer Stelle werden Bedenken hinsichtlich der Gewinnung eines geeigneten privaten Betreibers geäußert. 

 

„Wenn angesichts der ermittelten Belastungen für die Stadt Minden abschließend Bedenken geäußert werden, ob ´die erwartbaren Effekte und Chancen in einem angemessenen Verhältnis zum dafür erforderlichen finanziellen Aufwand stehen´  dann ist die Empfehlung der Verwaltung, sich von dem Projekt zu verabschieden, letztendlich nur konsequent“, so FDP-Stadtverbandsvorsitzender Hartmut Freise. 

 

„Vermutlich hätte man einiges an Zeit und Aufwand sparen können, wenn man gleich die richtigen Berater hinzugezogen hätte. Die abschließende Entscheidung hat nun der Rat zu treffen. Befürworter des Projekts sollten dann aber auch erklären, in welchen Budgets sie entsprechende Kürzungen vornehmen wollen, um den jährlichen Verlustausgleich zu kompensieren; zumal als Stärkungspaktkommune.“ 

 

„Was wir jetzt benötigen, und zwar auch im Hinblick auf die anstehende Sanierung des Geländes (ehem. Güterbahnhof), ist ein tragfähiger Plan B. Denkbar wäre ein attraktives Stadthotel mit angrenzender Tagungs- / Veranstaltungskapazität für ca. 1.200 Personen, sowie ein Komplex mit Unterhaltungsgastronomie, etc. zur weiteren Entwicklung des Quartiers. Dafür sieht auch die Studie entsprechendes Potential. Ein zeitgemäßes Angebot für ein jüngeres Publikum und damit auch für die wachsende Zahl von Studenten sucht man in Minden seit Jahren vergeblich“, so Hartmut Freise, „wir sollten endlich darauf reagieren.“

 

(Pressemitteilung des FDP-Stadtverband Minden vom 14.05.2018)

 

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