Liberaler Treff mit Jens Gnisa - Das Ende der Gerechtigkeit

Foto (von links): Hartmut Freise (FDP-Stadtverbandsvorsitzender), Jens Gnisa (Vorsitzender Deutscher Richterbund)

 

Jens Gnisa - Das Ende der Gerechtigkeit - Ein Richter schlägt Alarm

  

"Das Ende der Gerechtigkeit" - der Autor des gleichnamigen Buchtitels, Jens Gnisa, Vorsitzender des deutschen Richterbundes und Direktor des Amtsgerichts Bielefeld, sprach auf Einladung der Freien Demokraten im Mindener Lindgart Hotel über den Rechtsstaat, das Asylrecht und überlastete Gerichte. 

"Das Ende der Gerechtigkeit" - der gleichlautende Buchtitel erschien im vergangenen Jahr und wurde inzwischen zum Bestseller. Das Buch wurde von Jens Gnisa als persönlicher Zwischenruf auf Grund seiner mehr als 25jährigen Erfahrung als Richter verfasst. Nun zieht er eine Bilanz der aktuellen Entwicklungen in der Rechtspolitik.

 

Nicht selten werden Gerichtsurteile als zu milde empfunden, was aus Sicht der Justiz gänzlich anders bewertet wird. Hier eine emotional geprägte Erwartungshaltung, dort die Notwendigkeit zu rationaler Entscheidung auf Grundlage rechtlicher Rahmenbedingungen. Dazwischen die Polizei, die sich oftmals überfordert und zunehmend mit direkten persönlichen Angriffen konfrontiert sieht. 

"Der Bürger kann sich nur dann sicher fühlen wenn geltendes Recht auch konsequent durchgesetzt wird", so Gnisa. 

Das Interesse an seinem Thema war jedenfalls riesengroß, der Saal war voll. Jens Gnisa vermittelte an diesem Abend einen interessanten Einblick in den Arbeitsalltag deutscher Richter. Im Anschluss an den Vortrag gab es Gelegenheit Fragen zu stellen, wovon die interessierten Teilnehmer auch regen Gebrauch machten.

Hartmut Freise, der Vorsitzende des Stadtverbandes der Freien Demokraten Minden, bedankte sich bei Herrn Gnisa für den interessanten Vortrag.

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