Multifunktionsarena PPP-Projekt - oder?

 

Nachdem die dafür notwendigen Beschlüsse immer wieder vertagt wurden, stellt sich zwangsläufig die Frage, wie es damit eigentlich weitergeht.

 

Auf die Nachfrage unseres Stadtverordneten Freise in der letzten Ratssitzung, ob vor den Herbstferien noch mit einem Beschlussvorschlag zu rechnen sei, äußerte der Bürgermeister nur, dass er keinen Termin nennen könne. 

 

Wir sind auch weiterhin der Auffassung, dass die Stadt sich diese Arena allenfalls als PPP-Projekt (öffentlich-private Partnerschaft) erlauben sollte. Zwar deuten Signale aus der Mindener Unternehmenslandschaft auf eine mögliche Entwicklung in dieser Richtung hin. Ob daraus ein konkretes Projekt wird, ist allerdings nach wie vor fraglich. Eine dauerhafte jährliche Belastung des städtischen Haushalts von 700 T€ (oder doch mehr?) halten wir jedoch nicht für vertretbar, Steuererhöhungen zur Gegenfinanzierung lehnen wir ab. 

 

Dennoch zieht sich der Prozess inzwischen zu lange hin und erfordert eine Entscheidung. Ein PPP-Projekt mit privatwirtschaftlichem Investor und Betreiber einerseits, der Kommune durch Bereitstellung des entsprechenden Areals andererseits, wäre aus unserer Sicht ein vertretbarer Weg. Notwendige  Parkmöglichkeiten (z.B. Parkhaus der Mindener Parkhaus GmbH) und entsprechende Verkehrsanbindung wären allerdings, besser als bisher geplant, zu berücksichtigen. 

 

Übrigens ergaben die entsprechenden Gutachten zwar ein Potential für eine solche Halle – allerdings nur mit einer Kapazität von ca. 2.500 Plätzen und insofern deutlich kleiner, als geplant. Vielleicht auch ohne Sport? Die Chancen für eine erfolgreiche Vermarktung wären erheblich größer, wie eigene Recherchen ergaben. 

 

Nachdem bereits im vergangenen Sommer beschlossen werden sollte und dann doch auf den Herbst vertagt wurde, dann in das Frühjahr 2019 erneut verschoben und nun ein Termin nicht benannt werden kann, sollte nach der Sommerpause endgültig entschieden werden. 

 

Wenn es nicht geht, dann geht es eben nicht und allemal Zeit für einen Plan B. Den gibt es bisher nämlich nicht. Warum eigentlich?

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