Pressemitteilung - Kampa-Halle – Abriss verschieben?

 

K.O. – Kriterien für eingeschränkten Betrieb prüfen!

 

Die Hoffnung stirbt zuletzt und so warten viele Mindener vermutlich noch immer auf genau diesen Beschluss. Unmöglich und wenn ja, warum eigentlich?

 

Der Beschluss des Kreistags am 16.12.2019 erfolgte nach jahrelanger Diskussion über den Bau einer Multifunktionsarena in Minden, um die in die Jahre gekommene Kampa-Halle abzulösen. Statt kostspieliger Sanierung mit einer etwas "aufgehübschten" Halle am Ende besser die entsprechenden Mittel in eine neue Veranstaltungsarena investieren. Soweit nachvollziehbar.

 

 

Nicht nachvollziehbar ist allerdings das Management des notwendigen Prüfungs- und Klärungsprozesses der letzten Jahre. Was zunächst als Kreisprojekt mit Mindener Beteiligung begann, wurde dann, als sich die Probleme abzeichneten, Schritt für Schritt zu einem Mindener Projekt, in dem sich der Kreis nun als Juniorpartner sah. Die Kommunikation zwischen Stadt und Kreis war ein einziges Debakel. So auch hinsichtlich der Schließung oder möglicherweise weiteren Nutzung der Kampa-Halle. Nun also das AUS! Plan B??

 

Beide Seiten stellten sich auf den Standpunkt, im Rahmen ihrer Zuständigkeit gehandelt zu haben. Wo aus Sicht der Bauaufsicht der Stadt ein weiterer Betrieb der Halle möglich ist, stellt sich die Situation für den Kreis als Betreiber gänzlich anders dar. So wurde für den Landrat die Schließung aufgrund eines TÜV-Gutachtens wegen erheblicher Sicherheitsrisiken zum 31.12.2019 unvermeidlich. Was zunächst verständlich erscheint, stellt sich bei näherem Hinsehen vielleicht doch etwas anders dar.

 

Es ist kaum vermittelbar, dass eine Stadt wie Minden plötzlich keine Veranstaltungshalle mehr hat, Beschlüsse hin oder her, so Hartmut Freise - Es ist schon pure Ironie, wenn der Landrat schwierige Zeiten für die bisherigen Nutzer aus Schulsport und Vereinen sieht, die nun sehen müssen, wie es weitergeht. Und was heißt es schon, wenn jetzt zu vernehmen ist, dass an einer Lösung gearbeitet wird? Plan B für eine solche Situation? Der hätte bereits im Herbst vorgelegt werden müssen, als sich die Hinweise auf eine Schließung verdichteten, so Freise weiter.

 

Für eine Halle mit eingeschränkter Nutzung durch Schulen und Vereine gelten andere Sicherheitsanforderungen, als für öffentliche Veranstaltungen mit mehreren Tausend Besuchern. Wir meinen, das sollte nach wie vor möglich sein und wenn auch nur für 1 Jahr, um in dieser Zeit eine halbwegs vernünftige Übergangslösung zu realisieren. Welches wären die KO-Kriterien und mit welchem Aufwand wären diese ggf. zu erfüllen? Eine Überprüfung des TÜV-Gutachtens mit genau dieser Zielrichtung würde möglicherweise zu einer anderen Bewertung der Risikolage und Entspannung der Situation für Schulen und Vereine führen.

 

Es geht vieles, man muss allerdings wollen. Bisher haben wir immer nur vernommen, was nicht geht. Das ist zu wenig. Denken wir Neu!